ISDE 2012
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ADAC Sachsen
Video-Trailer ISDE 2012
Geschichte der Sechstagefahrt speedtracktales ISDT 1939-1976
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geplante Sonderprüfungen

Fahrer des MC Zwönitz bei der Streckensuche für die Tage 1 und 2 (copyright MC Zwönitz).



Die neuesten Presseberichte findet ihr auf der offiziellen ISDE-Seite 2012 !
ISDE 2012 Planung nimmt Konturen an
ISDE 2012 Streckenkonzepte geändert;
Eröffnungsfeier auf dem Sachsenring.
Six Days 2012
29.7.2010 von Robert Pairan
Dabei hat auch der ADAC Sachsen bereits zusätzlich signalisiert, dass er bei den beiden Repräsentativmannschaften den Eigenanteil der Fahrer (ca. 3.500 € pro Person) übernehmen wird. Der ADAC Sachsen ist der Ausrichter der Sixdays 2012 rund um den Sachsenring. Grund genug, für mehr Top-Fahrer sich zu engagieren? – Anscheinend nicht. Aber woran liegt es ? Jeder Einzelne hat für sich wahrscheinlich gut nachvollziehbare Gründe, von Jörg Haustein angefangen, der sich schon zweimal „im Dienste für das Vaterland“ erheblich verletzte und dafür in Krankenhäusern mit für uns seltsamen Standards liegen musste, bis zu Marcus Kehr, dem im Team die nötige Professionalität fehlt um in der Spitze mit zu fahren.
Die Hersteller haben darüber hinaus meist kein Interesse, dass ihre Fahrer bei den Six Days an den Start gehen – eine Werbewirksamkeit ist wenig gegeben, weil die Mannschaft ja „Deutschland“ heißt und nicht „KTM“ oder „Husqvarna“: Deshalb bleiben Ersatzteile, Sprit und Motorradtransport auf dem Fahrer hängen – Sachen, um die er sich sonst im Team nicht einmal kümmern muss, geschweige denn bezahlen. Dazu kommt noch die Anreise, die anders als in der Deutschen Enduro-Meisterschaft eben mit dem Flieger erfolgt – und wenn das Motorrad im Transport-Container ist, steht es eben nicht zuhause zum Trainieren. Wer hat schon ein Zweit- oder Drittmotorrad? Wenn ein Hersteller bereit ist, das Team zu unterstützen, dann nur wenn die komplette Mannschaft auch seine Marke fährt – und dann fallen andere Fahrer durch, die vielleicht genauso gut, oder vielleicht sogar besser geeignet wären.
Nach 16 Tagen Enduro-WM oder -EM, weiteren 9 Tagen Deutsche Meisterschaft und lange Zeit der Wettbewerbsvorbereitung ist die Saison ganz schön lang geworden – und die Sixdays verlängern das noch einmal: Wer kein Profi ist – und das sind bis auf einen Fahrer in Deutschland eigentlich alle, der muss zwei zusätzliche Wochen Urlaub nehmen. Und zwei Wochen sind sehr knapp kalkuliert – das bedeutet bei einem Übersee-Wettbewerb wie in Mexiko, dass keine Zeit für Zeitumstellung oder Aklimatisierung bleibt: Ankommen, Motorräder aus dem Container auspacken, Papier-Abnahme, Technische Abnahme und dann noch neun Sonderprüfungen ablaufen. Möglichst mehrere Male und außerdem gibt es da noch die Eröffnungsfeier, an dem man ja auch teilnehmen sollte/möchte. Von größeren Einstellfahrten, in der großen Höhe in Mexico (gut 1950 m) sehr sinnvoll, ist noch nicht einmal die Rede, dafür brauchte es noch mindestens einen weiteren Tag und ein weiterer Tag um noch einmal die Prüfungen zu laufen.
Unter den aktuellen Bedingungen fällt es schwer unsere Top-Fahrer für die Six Days zu begeistern. Die Rahmenbedingungen sind nicht auf Erfolg ausgelegt, der Frust ist von Vorneherein ein Bestandteil für erfolgsorientierte Fahrer, denen auch noch leistungsstarke Mannschaftsmitglieder fehlen.
Es ist anscheinend keine Ehre mehr für Deutschland in der Nationalmannschaft an den Start zu gehen. Am Geld soll es zukünftig nicht liegen, da hat der ADAC Sachsen in vorbildlicher Weise den ersten Schritt getan – wer macht den Zweiten im kommenden Jahr bei den Sixdays in Finnland? – Wenn die Fahrer nicht bereit sind, mit den Verantwortlichen an einem neuen Konzept zu arbeiten und sich selbst noch einmal einzubringen, werden auch die Six Days in Deutschland ohne unsere Top-Fahrer starten. Denn dann hat der DMSB auch keine Lust die bisherigen Verweigerer Zuhause einzusetzen.
Sixdays in Deutschland 2012: Segen oder Fluch
5.3.2010 von Robert Pairan
Nach 1989, den Sixdays in Walldürn, hatte ich gedacht, das war's, jetzt gibt es nie wieder Six Days in Deutschland. Doch schon vor einigen Jahren wurde ich eines Besseren belehrt: da hatte man sich in Sachsen um die Six Days beworben und obwohl man den Zuschlag für 2011 schon in der Tasche hatte, doch wieder zurückgezuckt. Da hatte ich gedacht, das war's, jetzt gibt es erst Recht nie wieder Sixdays in Deutschland.
Letztes Jahr erkundet eine Delegation vom ADAC in Sachsen die Six Days in Figueira da Foz und entscheidet anschließend: "Das können wir auch" - und bewirbt sich erneut um diesen Wettbewerb. Danach auf höchster politischer Ebene bei der FIM ein Tauziehen um das Recht, wer die ISDE überhaupt vergeben darf. Recht überraschend dann beim Frühjahrskongress die spontane Entscheidung und der Zuschlag für Deutschland im Jahre 2012!
Ich war begeistert - Die Sixdays in meinem Heimatland? Was kann es Schöneres geben? Noch gibt man sich beim ADAC etwas zugeknöpft, verständlich, denn man wartet die offizielle und schriftliche Bestätigung von Seiten der FIM, während die Fans (vor allen Dingen in der Region) schon Purzelbäume schlagen und am liebsten gleich mit dem Bau der Strecken anfangen wollen. Genau da sehe ich persönlich aber noch Defizite: Sicher ist der ADAC Sachsen mit der Organisation von Großveranstaltungen vertraut - so einen Moto-GP auf dem Ring, den schüttelt man schließlich nicht so eben aus dem Handgelenk. Doch was ist mit dem Endurosport? - Bisher wurde noch Niemand benannt, der sich um den Sport kümmern wird. Und das sollte schließlich das Wichtigste bei einer Mannschafts-Weltmeisterschaft sein! Wer wird nun die Zügel in die Hand nehmen und mit den Vereinen und Menschen vor Ort die Six Days auf ihren Weg bringen? Wer legt fest, an welchen Tagen in welchen Routen gefahren wird, und wie schwer oder leicht die Strecke sein darf? Hier sind keine Dipl.-Kaufleute und Eventmanager gefragt, sondern Endurosportler, die, wie all die Fans vor Ort, unseren Sport lieben und seit vielen Jahren begleiten, ja sogar leben. Denn die eigentliche Arbeit muss von denen gemacht werden, die die Pflöcke in die Erde schlagen und anschließend das Absperrband wieder einsammeln. Die Vereine und ihre Mitglieder müssen in die zukünftigen Six Days mit eingebunden werden, denn nur durch diese wurde bisher der Sport möglich und wird er auch bei den Six Days ermöglicht. Vielleicht kann man ganz alte Traditionen in den Ortsclubs wieder beleben, die dann langfristig zu neuem Leben erwecken? Die Region rund um den Sachsenring (und auf den wird es aus logistischen Gründen wohl langfristig hinauslaufen) ist voller historischer Offroad-Veranstaltungen - die vielleicht wiederbelebt werden könnten.
Eine Chance für unseren Sport und für die Region - Und doch vielleicht ein Fluch, denn die Six Days in Walldürn waren bereits teuer - und billiger ist seitdem nichts geworden. In Griechenland waren die Wirte in Serres entäuscht - wo denn ihre versprochenen Mehreinnahmen geblieben wären, fragten sie anschließend. Die waren in den großen Hotels geblieben, wo die einzelnen Nationalmannschaften gewohnt und gegessen haben. Die Fans ohne festes Hotel waren nicht so zahlreich gewesen, als dass sie in der Studentenstadt Serres aufgefallen wären. Das könnte in Deutschland anders aussehen: Zweifellos ist Sachsen ohnehin die Hochburg des Endurosportes, aber in Deutschland gibt es sicherlich mehr Endurofans als in Griechenland, die sich diesen Höhepunkt nicht entgehen lassen wollen.
Denn das war's dann, danach gibt es nie wieder Six Days in Deutschland (und hoffentlich irre ich mich da schon wieder).
2.3.2010:
Sachsen bekommt die Six Days 2012
Enduro: Zuschlag vom Weltverband erteilt - Konzeption sieht Zschopau, Stollberg, Rochlitz und Sachsenring vor
Chemnitz. Das Erzgebirge, der Sachsenring und die Region um Rochlitz werden im Oktober 2012 Gastgeber der 83. Six Days im Endurosport (ISDE) sein. Dies entschied der Motorsport-Weltverband FIM am Samstag auf seiner Tagung in Genf. Damit setzte sich der Antrag des ADAC Sachsen gegen Konkurrenz aus Neuseeland, Australien, der Türkei und Spanien durch.
Heiner Schmidt, Leiter der Fachkommission Enduro beim Deutschen Motorsportbund (DMSB), hatte die Präsentation vorgetragen. "Grundlage dieses Antrages vom ADAC war ein Vorstoß aus der Politik nach der Gebietsreform in Sachsen. Jetzt muss das mit aller Kraft realisiert werden", sagte der Neunkirchener mit Blick auf die enorme Herausforderung in der Organisation. Doch auch sportlich erhofft sich der 55-Jährige einen großen Schub: "Dem deutschen Endurobereich wird diese Veranstaltung guttun. Ich hoffe, dass dann alle Spitzenfahrer in unseren beiden Nationalteams vertreten sind. Dies war zuletzt nicht immer der Fall."
Die Idee für Six Days in der Region entstand 2003 auf dem Sachsenring. Bei einem IDM-Lauf wurde sie von Rolf Uhlig, damals Vorstand für Sport beim ADAC Sachsen, dem Fahrtleiter von "Rund um Zschopau" Gunter Illgen (Chemnitz) und Heiner Schmidt geboren. Die ein Jahr später beantragen Six Days für 2008 erhielt Griechenland (Serres).
Die am Samstag nunmehr erfolgreiche Konzeption beruht nach Informationen von "Freie Presse" im Wesentlichen auf der damaligen. Die Sechstagefahrt soll durch die Zschopauer Region, das Stollberger Gebiet mit Zwönitz und Thalheim sowie das Areal Rochlitz, Penig und Langensteinbach führen. Jeweils zwei Tagesschleifen könnten in Zschopau und Stollberg ausgetragen werden, eine im Rochlitzer Raum. Der sechste Fahrtag, sonst immer Abschluss-Motocross, wäre als Supermoto auf dem Sachsenring vorstellbar. Dort soll sich auch das Fahrerlager befinden.
Auf den ADAC Sachsen wartet jede Menge Arbeit, wobei vor allem auf die Erfahrungen des Enduroklassikers "Rund um Zschopau" gebaut wird. Vor sechs Jahren hatten die Erzgebirger das Finale zur Einzel-Weltmeisterschaft ausgetragen. Dabei waren aber die ausschließlich ehrenamtlich arbeitenden Männer und Frauen bei der Zweitages-Veranstaltung an die Grenzen der Belastbarkeit gestoßen.
Von Matthias Heinke
Erschienen am 02.03.2010
ISDE 2010 Deutsche Elite ohne Lust ?


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